Training der Beinmuskulatur im Eishockey

Nov 13, 2015

Warum ist das Training der Beinmuskulatur im Eishockey so wichtig? Zum einen handelt es sich um die schnellste Mannschaftssportart der Welt. Wer da im Profibereich mithalten will, muss definitiv über Antritts- und Grundschnelligkeit verfügen. Das versteht sich von selbst. Zum anderen ist Eishockey, wie z.B. auch American Football, eine Vollkontaktsporart. Aus diesem Grund ist die Stabilität im oberen Bein- und im Rumpfbereich genauso wichtig, wie die Schnelligkeit.

Stabilität ist der Schlüssel zum Erfolg

In einer Vollkontaktsportart wie Eishockey ist es elementar wichtig, bei Körperangriffen dagegenhalten zu können bzw. stehen zu bleiben. Dies gilt sowohl für Stürmer als auch für Verteidiger. Die Größe und die Begrenztheit der Fläche durch die Bande führen zu stetigen Zweikämpfen. Die Zweikämpfe werden hauptsächlich aus der Hüfte und dem Rumpfbereich heraus initiiert. Oftmals kommt zwar auch der Schulterbereich zum Einsatz, der Schub oder eine gelungene Gegenreaktion entscheiden sich aber primär durch die Kraft und Stabilität in den Oberschenkeln und dem Rumpf. Zur Optimierung der physischen Beschaffenheit eines Spielers haben sich die Trainingsmethoden über die Jahrzehnte immer wieder verändert. Lange wurde viel im Schulter- und Armbereich trainiert, um über eine gute Physis zu verfügen. Je mehr sportwissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen wurden, desto mehr hat sich der Trainingsfokus auf den Rücken, den Rumpf und die Oberschenkel verlagert.

Widerstandstraining ist funktional

Das Training der Beinmuskulatur im Eishockey

Functional Training für Eishockey

Über die allgemeinen trainingswissenschaftlichen Erkenntnisse hinaus entwickelt sich das Athletiktraining in den jeweiligen Sportarten immer mehr zu funktionellem Training. „Train as you play“ ist hier der neudeutsche Leitsatz. Übersetzt auf die Sportart Eishockey bedeutet das, dass auch im Athletiktraining Schubkraft und Stabilität der Oberschenkel und der Rumpfmuskulatur sportartspezifisch trainiert werden müssen. Immer mehr Proficlubs setzen deshalb beim Training der Beinmuskulatur im Eishockey auf Widerstandstraining. Warum setzen sich hier Leg Bands immer mehr durch? Sie können ganz einfach an die Bewegungsabläufe im Eishockey angepasst werden.

Trainingsgerät muss die Bewegungen mitmachen

Das Training von Beuger und Strecker so wie Adduktoren und Abduktoren erfolgt in freien Übungen. Sowohl in der Hocke als auch im Stand muss ein Trainingsgerät im Optimalfall die Bewegungen „mitmachen“. Genau hier kommen z.B. die KinetX Leg Bands ins Spiel. Durch das Anbringen und Fixieren der Beinschlingen am Oberschenkel und die Verbindung der Schlingen mit Widerstandsbändern, wird jede Bewegung in jede Richtung erschwert. Die Übungen können bewegungstechnisch genau an die Abläufe beim Schlittschuhfahren angepasst werden. Auf diese Weise wird das Training der Beinmuskulatur im Eishockey zum Functional Training und damit höchst effektiv. Dies wiederum führt zu deutlichen Leistungssteigerungen sowohl im Schub- als auch im Stabilitätsbereich.

Fachbeispiele für das Training der Beinmuskulatur im Eishockey – DEG nutzt Leg Bands

Düsseldorfer EGDankenderweise gewährten uns die Spieler der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (kurz DEG) Einblicke in ihr Athletiktraining. Für uns standen natürlich die Übungen im Bereich Widerstandstraining im Fokus. Tim Conboy, einer der standhaftesten und robustesten Verteidiger in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), führte hier wunderbar vor, welche Übungen er nutzt, um seine Schubkraft und seine Stabilität im Oberschenkel- und Rumpfbereich zu verbessern.

Der Cross-Schlittschuhschritt

Aus der leichten Hocke wird ein Bein hinter dem anderen seitlich in die Streckung gebracht, währen der Fuß des Standbeins in seiner Position verweilt und das Bein von der leichten in die tiefe Hocke absinkt. Aus dieser Position erfolgt der Rückstoß in die gehockte Ausgangsposition.

Cross-Schlittschuhschritt von Tim Conboy

Cross-Schlittschuhschritt von Tim Conboy

Der Ausfallschritt

Aus dem aufrechten Stand macht ein Bein einen Schritt nach vorne in die Kniebeuge, währen der Fuß des anderen Beins in seiner Position verweilt und das Knie fast bis zum Boden abgesenkt wird. Aus der tiefen, einbeinigen Kniebeuge erfolgt der Rückstoß in die Ausgangsposition.

Training der Beinmuskulatur im Eishockey - Ausfallschritt mit Leg Bands

Ausfallschritt mit Leg Bands

Wir bedanken uns recht herzlichen bei der Düsseldorfer EG für den Einblick in ihr Ahletiktraining!

Das Team von widerstandstraining.com

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